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Konzept/LeistungenWas ist und was tut das SPZDas Sozialpädiatrische Zentrum ist eine ambulante Einrichtung der Kinderklinik der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden. Für entwicklungsverzögerte, behinderte oder von Behinderung bedrohte sowie chronisch kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Bezugspersonen besteht hier die Möglichkeit einer umfassenden diagnostischen Beratung und ggf. Therapie. Angebot, AufgabenbeschreibungDie Sozialpädiatrie beurteilt die Entwicklung und das Verhalten des Kindes unter Einbeziehung seines sozialen Lebensumfeldes. Dabei nutzen wir die Möglichkeit des interdisziplinären Teams: Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen bringen ihre fachspezifische Sichtweise ein. Grundlage unserer Arbeit ist die systemische Betrachtung. Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen bilden die Grundlage, um ein individuelles Förderkonzept zu entwickeln. Besonderen Wert legen wir darauf gut abzuwägen, in welchem Ausmaß das festgestellte Problem das Kind in seinen Entwicklungschancen und in seiner konkreten Alltagsbewältigung einschränkt. Das Sozialpädiatrische Zentrum steht im Austausch mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten, Frühförderstellen, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen. Fallbeispiel
Um Ben, 4 Jahre, sorgen sich die Eltern seit geraumer Zeit. Mit dem Sprechenlernen tat er sich von Anfang an schwer. „Das ändert sich, wenn er in den Kindergarten kommt und mit anderen Kindern zusammen ist“ – dies war auch die Hoffnung der Eltern, die bei verschiedenen Stellen um Rat fragten.Oft stimmt das. Bei Ben war es jedoch nicht so. Ben mochte nicht gern in den Kindergarten gehen. Wenn die Mutter ihn hinbrachte, weinte er und wollte sie nicht gehen lassen. Einige andere Kinder verhielten sich zunächst auch so, nach einigen Wochen hatten diese sich jedoch so eingewöhnt, dass sie die Eltern unbekümmert gehen ließen. Nicht so Ben. Am Spiel der anderen mochte er nicht recht teilnehmen. Manchmal verkroch er sich in eine Ecke. Lediglich mit einer der Erzieherinnen sprach er einzelne Worte. Die Eltern waren ratlos. Sie wandten sich an ihren Kinderarzt. Dieser empfahl eine eingehende Untersuchung von Ben im Sozialpädiatrischen Zentrum. Dort wurde im Verlauf von mehreren ambulanten Vorstellungsterminen der Entwicklungsstand des Jungen und seine seelische Situation analysiert. Eine Verhaltensbeobachtung fand satt mit und ohne Anwesenheit der Bezugspersonen. Schließlich wurde – nach Rücksprache mit den Eltern – mit den Erzieherinnen das Verhalten Bens in der Einrichtung besprochen und in die Gesamtbeurteilung mit einbezogen. Im Auswertungsgespräch, zunächst mit den Eltern, dann unter Einbeziehung der Erzieherinnen, wurden Schritte zur Förderung und Unterstützung Bens geplant. |
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